Aktueller Beratungsstand 11/2023

Bis zum 30. November 2023 haben wir 170 Beratungsanfragen bearbeitet und Solar-Prognosen mit 1150 kWp Solarertrag erstellt. Davon wurden bisher über 170 kWpeak installiert und in Betrieb genommen.

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Bürger-Solarberatung: Ehrenamtlicher Service der Stadt zieht positive Zwischenbilanz / Knapp 160 Kilowatt-Peak installiert.

Das Team der Bürgersolarberatung mit Vertretern der Stadtverwaltung. Bild: Thomas Zelinger
Das Team der Bürgersolarberatung mit Vertretern der Stadtverwaltung. Bild: Thomas Zelinger

Im Mai 2022 hat die Stadt Bensheim das Projekt Bürgersolarberatung gestartet. Das Credo: Bürger beraten und begleiten andere Bürger auf ehrenamtlicher Basis. Der kostenlose Service unterstützt bei der Auswahl und Anschaffung einer PV-Anlage. Die derzeit 18 Berater haben selbst Erfahrungen mit solchen Energiegewinnungssystemen gesammelt und bieten eine individuelle und unabhängige Begleitung im kompletten Bensheimer Stadtgebiet sowie in Lorsch, Lautertal und Zwingenberg. Das Team ist rund um den technischen Einsatz einer Photovoltaik-Anlage, den Ablauf eines Beratungsgesprächs sowie die Gesetzeslage geschult.

Bis Ende Dezember 2022 wurden bereits 38 Beratungen in Bensheim durchgeführt. Bis heute sind knapp 160 Kilowatt-Peak installiert und in Betrieb genommen. Insgesamt wurden mehr als 150 Beratungsanfragen bearbeitet und Solar-Prognosen mit einer Gesamtleistung von mehr als 1000 Kilowatt-Peak Solarertrag erstellt. Dies hätte die städtische Energieberatung allein nicht geschafft, so Steffen Giegerich vom Team Klimaschutz, Umwelt und Energie, der den Ehrenamtlern für ihr Engagement dankte.

Der Beratungsbedarf und die Nachfrage zum Thema Photovoltaik sind in Bensheim nach wie vor sehr groß, wie beim jüngsten Treffen mitgeteilt wurde. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben die Anfragen nochmals deutlich zugenommen. Die Ortsgruppe versteht sich als Multiplikator und Unterstützer der Energiewende, die eine sinnvolle und niederschwellige Ergänzung zu den bestehenden Energieberatungsangeboten in den Kommunen bieten.

Gemeinsam mit der Ersten Stadträtin und Umweltdezernentin Nicole Rauber-Jung haben sich die Berater im Sitzungssaal des Rathauses zum regelmäßigen Austausch getroffen. Auch, um das erste Jahr Revue passieren zu lassen und die Erfahrungen vor Ort zu besprechen. Damals wurden die ersten zwölf Berater in einem ersten Schritt an vier Schulungstagen mit einem fundierten Grundlagenwissen rund um den Einsatz einer Photovoltaikanlage versorgt. Der Ablauf eines Beratungsgesprächs stand dabei ebenso im Fokus wie die dynamische Gesetzeslage im Energiebereich. Durchgeführt wurde die Schulung von Metropolsolar, einem bundesweit tätigen gemeinnützigen Verein. Metropolsolar setzt sich für die vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien ein und war auch Initiator des Projekts Bürgersolarberatung.

Damit war der Grundstein für die ehrenamtlichen Berater gelegt, die weiterhin von der Stadt unterstützt werden, um eine eigenständige und qualifizierte Beratung nach dem Prinzip einer solaren Nachbarschaftshilfe anzubieten. Dabei spielen auch die persönlichen Erfahrungen mit der eigenen PV-Anlage eine wichtige Rolle.

Die Motivationen der Aktiven: Man möchte ein Teil der lokalen Energiewende sein und dabei helfen, vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen. Einige nutzen eine Anlage bereits seit über 20 Jahren, andere speisen damit ihr Elektrofahrzeug. Den meisten geht es um Nachhaltigkeit und einen geringeren CO2-Ausstoß, der rein finanzielle Aspekt spielt meist nur eine Nebenrolle.

„Während der Beratung spielen wir sinnvolle Varianten durch und bieten mehrere Konfigurationsmöglichkeiten, was die Größe der Anlage und des möglichen Stromspeichers betrifft“, erläutert ein Berater. Die Wirtschaftlichkeit des individuellen Energiesystems im Haus ist ein zentrales Ziel. Dazu gehören auch Anschaffungskosten und eine handfeste Prognose über den zu erwartenden Ertrag. Steffen Giegerich bestätigt, dass die unabhängigen Berater bei ihren Kunden einen hohen Vertrauensvorschuss genießen, da sie nicht für ein Unternehmen oder eine Interessenvertretung unterwegs sind. Die Beratung ist transparent und ergebnisorientiert. „Wir handeln aus persönlicher Überzeugung“, so ein anderer Kollege. Der Service sei zwar kostenlos, aber alles andere als nutzlos.

Die Bürger-Solarberatung kann direkt über deren Website www.bsb-bensheim.de und die E-Mail-Adresse info@bsb-bensheim.de kontaktiert werden. Quelle: Bergsträßer Anzeiger vom 23.11.2023

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